Willkommen beim CTLM
Das Touristische Zentrum Wolle & Mode in Verviers
Der Wollparcours
Ab Oktober 2024 entdecken die Besucher einen völlig aufgefrischten und sogar vergrößerten Wolle-Parcours.
Haben Sie schon einmal von einer Spinning Jenny gehört?
Oder Von Urin als Reinigungsmittel für Wolle?
Oder von Iwan Simonis' Tuch als weltbestem Billardtuch ?
Oder vom Leviathan als Name einer Waschmashine ?
Die Antworten darauf finden Sie bei einem Besuchentdecken, wenn Sie unseres Wolle-Parcours.
Verviers war die Wiege der industriellen Revolution, die Anfang des 19. Jahrhunderts in der Wollindustrie auf dem europäischen Kontinent ausbrach. Diese Revolution verwandelte eine wallonische Stadt plötzlich in ein weltweites Industriezentrum, das bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts für sein Fachwissen und seine hohe Qualität in allen Bereichen der Wollverarbeitung bekannt war. Im Zuge dieses wirtschaftlichen Erfolgs produzierte Verviers auch die Maschinen, die die Wollindustrie benötigte, um immer effizienter und kostengünstiger zu produzieren.
Die Kehrseite der Medaille waren die schlechten Lebensbedingungen der Arbeiter und ihrer Familien, die zu diesem wirtschaftlichen Erfolg beitrugen.
Ihr harter Kampf führte nach vielen Rückschlägen schließlich zu einigen bescheidenen sozialen Erfolgen, die zur Entwicklung unseres Sozialstaates nach den beiden Weltkriegen beitrugen.
Das ist die faszinierende Geschichte, die unser WOLLE-Parcours erzählt.
Sie werden die verschiedenen Produktionsschritte entdecken: vom Scheren der Schafe bis zur Stoffherstellung. Sie sehen die Maschinen. Sie entdecken viele ausgestorbene Berufe und Sie verstehen, warum warum sie verschwunden sind. Sie erkennen, wie gefährlich es sein konnte, an einer solchen Textilmaschine zu arbeiten.
Sie können die Dauerausstellung in 1 bis 11/2 Stunden mit einem Audioguide oder mit einem Führer besichtigen. Siehe Praktische Infos.
Der Parcours Mode
Der Parcours MODE werd ab dem 7.3.2026 geöffnet.
Warum hat sich Verviers im Zuge der Wollproduktion auch als Hersteller von Schuhen, Hüten und Lederwaren einen Namen gemacht?
Warum liefen manche Männer zur Zeit Ludwigs XIV. auf roten Absätzen?
Wussten Sie, dass für die Herstellung von Baumwolle mehr Wasser verbraucht wird als für jede andere Textilfaser?
Wussten Sie, dass Wolle nicht brennbar ist?
Werden Kleidungsstücke auch aus recycelten Plastikflaschen hergestellt?
Die Antworten auf diese Fragen finden Sie bei einem Besuch unseres MODE / TEXTIL - Parcours.
Mehr denn je wird uns bewusst, dass MODE und TEXTILIEN eine wichtige Rolle in der Debatte über die globale Erwärmung spielen. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren Textilien im Wesentlichen natürliche Produkte, die von Hand hergestellt wurden. Aber die industrielle Revolution, die Automatisierung, die Globalisierung sowie synthetische und künstliche Fasern haben seitdem zu einer regelrechten Explosion des Textilangebots geführt. Diese Explosion hat auch zahlreiche sehr negative Folgen. Überfluss, Verschwendung, Umweltverschmutzung, Ausbeutung und übermäßiger Verbrauch natürlicher Ressourcen sind nur einige davon.
Positiv ist jedoch, dass überall Initiativen ins Leben gerufen werden, um unser Verhältnis zu MODE und TEXTILIEN radikal zu verändern. Ein Bewusstseinswandel und eine tiefgreifende Veränderung der Mentalitäten sollten uns dabei helfen, diese Initiativen zu verbreiten.
Der neue Parcours MODE / TEXTIL ist unser Beitrag zu diesem Veränderungsprozess.
Sie entdecken die verschiedenen Textilfasern, ihre Vor- und Nachteile und erfahren, wie sie die Entwicklung der Mode und der Produktionstechniken beeinflusst haben.
Die behandelten Aspekte sind unter anderem Umweltverschmutzung, Wasserverbrauch, die Arbeitsbedingungen der heutigen Textilarbeiter, Phänomene wie Fast Fashion, Preise nahe Null und Wegwerfkleidung.
Die Tour dauert zwischen einer Stunde und anderthalb Stunden mit einem Audioguide oder einem Führer. Siehe Praktische Infos.

